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Der TuR Eintracht Sengwarden wurde am 5.Oktober 1956 von 32 sportbegeisterten Personen in der Gaststätte Duden gegründet. Zu dieser Zeit gehörte das Dorf Sengwarden noch nicht zur Stadt Wilhelmshaven.
Als Vereinsnamen wählte man “Turn- und Rasensportverein Eintracht Sengwarden”, als Vereinsfarben Blau/Weiß und als Mitgliedsbeitrag wurden monatlich 1,- DM für Erwachsene und 0,50 DM für Kinder, Jugendliche und Erwerbslose festgesetzt.
Zum ersten Vereinsvorsitzenden wählte man Willi Riep und zu seinem Stellverteter Fritz Seitz .
Die sportlichen Aktivitäten sollten in den Sparten Gymnastik/Turnen, Fußball, Handball und Leichtathletik stattfinden, wobei die Probleme der ersten Zeit hauptsächlich darin bestanden, geeignetes Sportgerät, wie z. B. Fußballtore, aufzutreiben.
Als “Turnhalle” stand nur der Saal der Gaststätte Duden zur Verfügung, die Fußballer mussten mangels geeignetem Sportplatz ihre “Heimspiele” im Nachbarort Sillenstede bestreiten.
Mit viel Enthusiasmus und Improvisationstalent entwickelte sich der Verein zu einer festen Einrichtung im dörflichen Leben, so dass 1958 bereits das 100. Vereinsmitglied aufgenommen wurde.
1970 bekamen die Fußballer dann endlich ihren eigenen Sportplatz und im Jahre 1973, Sengwarden gehörte nun zu Wilhelmshaven, konnte der Sportbetrieb in der neuen Turnhalle der Grundschule aufgenommen werden.
Die neuen Sportstätten führten zu einem starken Anstieg der Mitgliederzahlen. Anfang 1972 hatte der Verein 180 Mitglieder, ein Jahr später waren es bereits 300.
Durch die Turnhalle hatte man nun auch die Möglichkeit, spezielle Hallen- Sportarten “auszuprobieren”, von denen sich Tischtennis, Badminton und Volleyball dauerhaft etablierten.
Sehr erfolgreich verliefen auch die Entwicklungen in der Fußballabteilung und in der Handballabteilung. Es wurden im Laufe der Jahre beachtliche Erfolge erzielt.
Zum 30. Geburtstag des Vereins im Jahre 1986 konnte man 480 Mitglieder aufweisen.
Wie an fast allen Vereinen ging auch am TuR Eintracht Sengwarden der Mitgliederschwund aufgrund wirtschaftlicher Probleme in der Region, aber auch aufgrund geänderter Einstellung der Menschen zum Sport, nicht vorbei. Die Handballabteilung musste aufgrund widriger Umstände letztlich aufgelöst werden (siehe auch Beitrag im Gästebuch).
Viele “Fun”-Sportler verstehen die Vereine heute nur noch als Dienstleister und wollen ihren Sport ausüben, ohne irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Es wird also lieber in einer kommerziellen “Mucki-Bude” etwas mehr bezahlt (weil’s ja auch “trendy” ist), als sich im Verein an bestehende Gruppen und vorgegebene Trainingszeiten zu binden und dabei noch “Gefahr” zu laufen, einen Posten verpasst zu kriegen.
Hinzu kommt, daß gerade bei Kindern und Jugendlichen in den Mannschafts- sportarten das Problem besteht, genügend Sportler eines Jahrgangs zusammen zu bekommen. Hier ist man dann gezwungen, sich größeren Nachbarvereinen zuzuwenden, um seinen Sport ausüben zu können.
Die Vereine sind also gezwungen, mit diesen Problemen und Strömungen zu leben und sich darauf einzustellen. Dem TuR Eintracht Sengwarden ist dieses bislang gut gelungen, was der heutige Stand von 450 Mitgliedern beweist.
Im Jahr 2006 feierte der Verein seinen 50. Geburtstag, was natürlich gebührend gefeiert wurde.
Wir werden uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern auch in Zukunft eine feste Rolle in der Ortsgemeinschaft spielen.
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